BonusTicket: Auszubildende fahren künftig für einen Euro am Tag Bus und Bahn Ab August 2020 können Auszubildende für nur noch 30 Euro monatlich im gesamten HVV-Bereich Bus und Bahn fahren

 

Hamburg, 5. Februar 2020: Hamburgs Auszubildende können ab August 2020 zu deutlich günstigeren Preisen mit den Bussen und Bahnen des Hamburger Verkehrsverbundes HVV fahren. Das neue BonusTicket für Azubis gilt im gesamten HVV-Tarifbereich und kostet die Auszubildenden nur 30 Euro monatlich. Bislang zahlten Auszubildende für ein gleichwertiges Ticket je nach Tarifbereich bis zu 165 Euro im Monat. Möglich wird das neue Bonus-Ticket, weil der Hamburger Senat und die Ausbildungsunternehmen mit einem monatlichen Zuschuss von jeweils 20 Euro das Bonusticket finanzieren. Für Auszubildende in der schulischen Berufsausbildung wie zum Beispiel in Gesundheitsberufen oder in sozialpädagogischen Berufen übernimmt die Stadt die kompletten Zuschüsse von 40 Euro. Mit dem neuen BonusTicket für Azubis wollen Hamburgs Unternehmen und der Senat die Berufsausbildung attraktiver machen und sie auch in Bezug auf die finanziellen Vergünstigungen dem Studium gleichstellen. Auch Teilnehmende von Freiwilligendiensten oder Anwärter in der Beamtenausbildung profitieren. Insgesamt kann das BonusTicket für Azubis für rund 54.200 Auszubildende angeboten werden. Der Senat plant dafür bis zu 12 Millionen Euro jährlich zur Verfügung zu stellen.

Bildungssenator Ties Rabe: „Berufsausbildung und Studium sind gleichwertig. Es ist nicht richtig, dass Auszubildende in vielen Bereichen mehr bezahlen müssen als Studierende. Deshalb haben wir bewusst ein Angebot für Auszubildende geschaffen, das mit den günstigen Semestertickets für Studenten vergleichbar ist. Das ist ein wichtiges Signal. Und es ist ein hervorragendes Angebot, von dem bis zu 54.200 junge Menschen erheblich profitieren können. Ich bin mir sicher, dass jetzt viele Ausbildungsbetriebe mitmachen und genau wie die Stadt ihren Auszubildenden den monatlichen Zuschuss von 20 Euro für das BonusTicket für Azubis zu gewähren. Das ist vorbildlich und es zeigt die gemeinsame Verantwortung von Wirtschaft und Stadt für unsere Auszubildenden.“

Wirtschafts- und Verkehrssenator Michael Westhagemann: „Wir wollen, dass mehr Menschen Bus und Bahn fahren und da, wo es möglich ist, das Auto stehen lassen. Dafür muss das Angebot attraktiv, komfortabel und bezahlbar sein. Junge Leute verdienen meist weniger als Menschen, die schon länger im Job sind. Deshalb werden wir sie in diesem breiten Bündnis aus Stadt, Kammern und Betrieben unterstützen. Das BonusTicket für Azubis ist eine echte Win-Win-Situation, weil einerseits die Berufsanfängerinnen und -anfänger von günstigen Preisen profitieren und andererseits die teilnehmenden Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels gut mit diesem Ticket für einen attraktiven Wirtschaftsstandort Hamburg werben können.“

André Mücke, Vizepräses der Handelskammer: „Wir freuen uns sehr, dass Azubis nun auch die Chance auf ein vergünstigtes HVV-Ticket haben. Das ist ein wichtiger Schritt, um die besondere Bedeutung der dualen Berufsausbildung hervorzuheben. Im vergangenen Jahr blieben wieder hunderte Ausbildungsplätze unbesetzt – und das, obwohl wir eine hervorragende berufliche

Bildung in Hamburg haben. Die duale Berufsausbildung ist für Unternehmen nach wie vor die beste Möglichkeit, die von der Wirtschaft dringend benötigten Fachkräfte zu gewinnen. Damit das klappt, müssen wir an den richtigen Stellschrauben drehen und die duale Ausbildung für Schulabgänger wieder attraktiver machen. Das BonusTicket für Azubis ist eine solche Stellschraube. Und wir freuen uns sehr, dass die Hamburger Ausbildungsbetriebe ihren Azubis nun dieses tolle Angebot machen können.“

Hjalmar Stemmann, Präsident der Handwerkskammer: „Neben der nötigen finanziellen Entlastung der jungen Menschen ist das BonusTicket für Azubis die längst überfällige Antwort auf das gestiegene Umweltbewusstsein. Viele Auszubildende im Handwerk lernen etwa Berufe wie Anlagenmechanikerin für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Mechatroniker für Kältetechnik, Elektroniker oder Zweiradmechatronikerin. Sie werden zu Klimawendetechnikern ausgebildet, die mit ihrem Einsatz die Energiewende vor Ort umsetzen. Das Bedürfnis, sich entsprechend auch selbst klimaschonend zu verhalten, steigt damit weiter. Deshalb sind 20 Euro pro Azubi für Arbeitgeber eine lohnenswerte Investition in die Zukunft der jungen Menschen und die unserer Stadt. Das Handwerk freut sich auf das BonusTicket für Azubis.“

Lutz Aigner, Geschäftsführer des HVV: „Die Fahrkarten für Senioren und Kinder wurden von der letzten Tarifanhebung ausgenommen, Studierende haben ein günstiges SemesterTicket. Mit dem BonusTicket für Azubis wird der HVV nun auch für Auszubildende noch attraktiver. Ein moderner, leistungsfähiger HVV zu angemessenen Preisen bereitet den Weg zum Hamburg-Takt.“

Zum August 2020 geht es los

Das neue BonusTicket für Azubis wird zum Start des neuen Ausbildungsjahres ab dem 1. August 2020 eingeführt und ergänzt das aktuell bestehende Fahrkartensortiment. Es gilt für alle Auszubildenden mit Ausbildungsstandort Hamburg, sei es in der dualen Berufsausbildung, in der Pflegeausbildung oder in vollzeitschulischen Ausbildungsformaten, wie in den Gesundheitsberufen oder in sozialpädagogischen Berufen. Ebenso gültig ist das Angebot für Teilnehmende an Freiwilligendiensten (z.B. Bundesfreiwilligendienst, Freiwilliges Soziales Jahr, Freiwilliges Ökologisches Jahr) oder Anwärter der Beamtenlaufbahn (L 1 E 2) in den verschiedenen Bereichen der Stadt (z.B. allgemeine Verwaltung, Justiz, Polizei, Feuerwehr).

Das BonusTicket für Azubis gibt es ausschließlich im Abonnement und im Großkundenabonnement. Die vollen Monatskosten betragen 70 Euro, von denen die Auszubildenden jedoch nur 30 Euro bezahlen. Die Stadt Hamburg ermöglicht das BonusTicket für Azubis für bis zu 54.200 Berechtigte. Im Falle einer dualen Ausbildung entscheidet das  jeweilige Ausbildungsunternehmen, ob es das BonusTicket für Azubis unterstützt und den monatlichen Arbeitgeberanteil von 20 Euro zuschießt. Sobald dies bestätigt ist, trägt die Stadt Hamburg die verbleibenden 20 Euro. Bei schulischen Ausbildungen trägt auch die Stadt Hamburg den Arbeitgeberanteil und unterstützt das BonusTicket für Azubis mit insgesamt 40 Euro.

In den kommenden Monaten werden die zuständigen Stellen schrittweise die Voraussetzungen für den Vertrieb schaffen. Zudem werden Ausbildungsbetriebe, Berufsfachschulen und die weiteren zuständigen Stellen mit allen erforderlichen Materialien ausgestattet. In einem zweiten Schritt werden die Auszubildenden mit Informationen versorgt.

Bereits jetzt sind erste Informationen im Internet abrufbar unter: hvv.de/bonusticket

Veröffentlicht vom Pressesprecher des HIBB

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